Kressnig Eric /   Aktuelle Ausstellung
Eric Kressnig schafft es alle drei genannten Medien in einander zu verweben. Im Sinne des Skulpturbegriffs legt er Ebenen und Schichten frei, als P...
Kressnig Eric /   Aktuelle Ausstellung
Eric Kressnig schafft es alle drei genannten Medien in einander zu verweben. Im Sinne des Skulpturbegriffs legt er Ebenen und Schichten frei, als P...

Eric Kressnig



Eröffnung am 19. Jänner um 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. Jänner bis 18. Februar

Der Künstler ist anwesend

Eric Kressnig schafft es alle drei genannten Medien in einander zu verweben. Im Sinne des Skulpturbegriffs legt er Ebenen und Schichten frei, als Plastiker formt er Volumen, bringt diese in Form von Farbe auf einen Träger auf und in der Verbindung der Medien zueinander entstehen letztlich nichts anderes als installative Objekte. Dabei beachtet und integriert der Künstler die Strukturen des jeweiligen Mediums in seine künstlerische Produktion, mehr noch, macht er sie doch gleich auch zu bildkonstituierenden Elementen der Arbeit selbst. Allerdings weisen diese einen fundamentalen Unterschied zu den historischen Strategien der Minimal Art auf, in denen die Homogenität des Objektes ein zentrales Moment in der Konstitution der Arbeit darstellt. Das Motiv der Verschiebung und der minimalen Abweichung, die einen, wenn auch aus dem System heraus entstandenen, Bruch darstellt. Fast könnte man meinen, es handelt sich um ein Spiel, welches der Künstler mit dem betrachtenden Vis à vis betreibt. Spiel impliziert auch immer die Lust und Freude an etwas und dieses Gefühl prägt auch Eric Kressnigs Arbeiten. Die Strenge des Rasters, die Genauigkeit der Ausführung, die Logik eines Systems ist dazu da, um letztlich gebrochen zu werden. Natürlich etabliert der Künstler damit wiederum ein bzw. sein eigenes künstlerisches System, dieses folgt einer bestimmten Logik, und doch ist es kein Dogma und kein –Ismus mehr. Oder vielmehr, wenn es denn doch n Unwillkürlich fällt einem dazu Friedrich Kiesler mit seiner Theorie des Correalismus ein, welche er als ein allumfassendes Gestaltungsprinzip postulierte. Kiesler macht darin die Wahl der Materialien (Holz, Glas, Metall) von ihrer psychofunktionalen Entsprechung abhängig und konstruiert die Form des Gegenstandes nach seinem Zweck und Nutzen. Noch stärker geht es ihm aber, und da trifft sich Erich Kressnigs Ansatz mit dem von Kiesler, um das kontinuierliche Ineinandergreifen unterschiedlicher Materialitäten und Wirkungen dieser auf ihr Umfeld.och ein –Ismus ist, dann ein gebrochener, einer der sich tradierte Strategien der Kunstproduktion aneignet und diese für seine Bedürfnisse adaptiert.